Die Pepita Karos

Vielleicht haben Sie es schon einmal in einer Beschreibung gelesen: Stoff mit einem sogenannten „Pepita“-Karomuster. Wenn Sie kein Modekenner sind, ist die Chance groß, dass Sie beim Lesen dieses Begriffs überrascht kurz Ihre Augenbrauen hochgezogen haben. Pepita? Ist das nicht ein Mädchenname? Oder vielleicht ist es Ihnen nur als Name einer Nussmischung bekannt - denn „Pepita“ bedeutet auch „Kürbiskern“. In diesem Blogartikel können Sie erfahren, was die „Pepita-Karos“ in der Mode sind und wie dieses Muster zu seinem Namen kommt.

Wie ein Schachbrett gewebt

Pepita-Karos   Pepita ist nicht wie Pied-de-Poule (Hahnentritt) und Vichy ein zweifarbiges Karomuster. Die drei Muster ähneln einander und die Begriffe werden noch manchmal austauschbar verwendet, aber das charakteristische Merkmal der Pepita-Karos ist, dass diese aus kleinen Karos in zwei Farben mit diagonal gestreiften kleinen Linien dazwischen bestehen. Beim Pied-de-Poule (Hahnentritt) hingegen verläuft das Motiv horizontal. Das Pepita-Muster entsteht durch die Flachbindung, eine einfache Bindung, bei der sich die Fäden immer kreuzen: einer nach oben, einer nach unten. Dadurch entsteht eine Art Schachbrettmuster und die Vorder- und Rückseite des Stoffes sehen genau gleich aus. Die kleinen diagonalen Linien, die im Pepita-Motiv entstehen, vermitteln aus der Entfernung den Eindruck, als ob sich die beiden verwendeten Farben vermischen. Diese Linien sehen in einem schwarz-weißen Karomuster dann beispielsweise grau aus.

 

Von einer erfolgreichen Tänzerin zu einem beliebten Muster

So, jetzt wissen wir, was genau mit den Pepita-Karos gemeint ist. Aber wie kommen diese zu dem auffälligen Namen? Der Hahnentritt wird einfach wegen der Form, die man im Muster erkennen kann, das mit etwas Fantasie wie ein Hahnentritt aussieht, so genannt. Aber Pepita ist ein etwas weniger offensichtlicher Name. Dieses Textilmuster soll nach der spanischen Tänzerin Josefa de la Oliva, besser bekannt unter ihrem Spitznamen Pepita de Oliva, benannt sein. Sie lebte von 1830 bis 1871 und wurde unter anderem in Deutschland, wohin sie im Alter von 22 Jahren umzog, sehr erfolgreich. Aufgrund ihrer Beliebtheit und weil sie bei den Auftritten oft diesen typischen karierten Stoff trug, wurde das Textilmuster nach ihr benannt.

Den Stoff mit den Pepita-Karos findet man in vielen Bereichen. Ein typisches Kleidungsstück, bei dem dieses Muster verwendet wird, ist die klassische Hose der Köche. Aber auch bei lässiger und schicker Kleidung sieht man diesen Stoff oft, beispielsweise sehr oft bei Oberhemden. In der Kollektion von Plusman finden Sie verschiedene Hemden im Pepita-Stil. Mit diesem Klassiker sehen Sie immer gut aus, denn er ist nicht ohne Grund seit Jahrhunderten beliebt!
  Oberhemd mit Pepita-Karomuster