Kleidung, nur ein Saisonprodukt?

In meiner Kolumne vom letzten September (wo ich über die neuen Herbsttrends gesprochen habe) habe ich bereits geschrieben, dass der Sommer eigentlich noch beginnen müsste. Und tatsächlich, auch dieses Jahr hat der Herbst eigentlich wieder mit einer Sommerperiode begonnen. Ein Wärmerekord nach dem anderen war aber auch ganz schnell wieder vorbei! Juliwetter im September? Und erinnern Sie sich noch an den Dezember vom letzten Jahr? Es fühlte sich an, als wäre gerade April! Und der Frühling? Viel zu nass und zu kalt!

Sie haben diesen wunderbaren langen, warmen Altweibersommer wahrscheinlich sehr genossen (ich jedenfalls ganz sicher!). Und die Besitzer eines Strandcafés oder einer Terrasse waren damit ganz bestimmt auch sehr glücklich ...
Aber eins ist doch ganz klar, wir haben es in den letzten Jahren offenbar immer öfter mit Verschiebungen der Jahreszeiten zu tun. Die „klassischen“ Jahreszeiten, wie wir diese von früher noch kennen, scheinen sich doch immer mehr zu verändern.

Klimaveränderungen beeinflüßen auch die Kleidung

Durch die Klimaveränderungen verändern sich auch unsere Einkaufsgewohnheiten

Für die Bekleidungsindustrie (und alle, die dort arbeiten) sorgt diese Verschiebung der Jahreszeiten für große Probleme. Diese Woche habe ich auf einer Nachrichten-Website gelesen, dass Hennes & Mauritz durch das zu warme Wetter mit weniger Umsatz zu kämpfen hatte und sie sind sicherlich nicht die Einzigen.

Im September hingen die Geschäfte in London immer noch voll mit Hochsommer-Kollektionen, obwohl man um diese Zeit normalerweise schon die kompletten Herbst- und Winterkollektionen zu sehen bekommt. Das gilt natürlich eigentlich für die gesamte Modebranche.

Bei schönem Wetter gehen die Leute einfach nicht gerne einkaufen, auch nicht online. Das ist natürlich auch logisch. Wer noch mit einem Getränk draußen auf der Terrasse schön in der Sonne sitzen kann, will wirklich noch nicht über Winterjacken, dicke Pullover und warme Schals nachdenken.

Auch bei Plusman wird über dieses Phänomen diskutiert. Als Spezialist für modische Herrenkleidung, in Lang- und Übergrößen, hat Plusman jedoch eine sehr stabile Position auf dem Markt. Wir können die Winterartikel erst etwas später auf der Website anbieten und die Sommerartikel länger stehen lassen, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt ist natürlich auch bei uns die Sommerkollektion ausverkauft.

Dann entsteht das Problem, dass sich die Winterkollektion noch nicht verkaufen lässt und im Geschäft hängen bleibt, während die Geschäfte aber zur gleichen Zeit kurzfristig keine Sommerkleidung mehr ordern und anbieten können.

Die Entwicklung einer Kleidungskollektion, von der ersten Idee, bis die Kollektion dann tatsächlich in den Geschäften hängt, dauert nun einmal eine gewisse Zeit lang, oftmals ein ganzes Jahr. Und worüber die meisten Leute auch nicht direkt nachdenken, ist, dass ein Geschäft immer gut bestückt sein muss und natürlich immer gut aussehen sollte. Dem gehen aber hinter den Kulissen enorm viel Arbeit, Planung und Logistik, voraus .

Auch die Modebranche passt sich an

Bei der Mode gilt daher auch immer öfter das Prinzip: Jetzt sehen, jetzt kaufen.

Dies bedeutet, dass Modekollektionen, die auf dem Laufsteg präsentiert werden, auch direkt in den Geschäften erhältlich sind. Das steht im krassen Gegensatz zu früher, damals konnte dies auch schon einmal ein halbes Jahr dauern.

Viele Modemarken achten nicht mehr auf die Saison und stellen daher auch, nicht wie früher üblich, zwei Kollektionen her. Eine etwas bekanntere Marke hat jetzt sicherlich sechs Kollektionen pro Jahr. Und so ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kollektion auch dem aktuellen Wetter entspricht, schon etwas größer. Einige Marken gehen sogar noch weiter und lassen die Wörter Frühling, Sommer, Herbst und Winter einfach ganz wegfallen. Ein gutes Beispiel dafür ist, dass in normalen Modekollektionen, unabhängig von einer Saison, immer mehr Regenkleidung auftaucht.

Diese (zwangsläufige) Anpassung wird allerdings nicht nur durch die Verschiebung der Jahreszeiten und das sich verändernde Klima verursacht, sondern auch durch die sogenannten „Millennials“ (junge Verbraucher, die schon mit Internet und Social Media aufgewachsen sind). Die wollen nicht mehr wachten, bis ein Trend, den sie schon längst im Internet entdeckt haben, endlich auch im Geschäft hängt.

Kollektionen verändern sich

Was bedeutet das alles jetzt für die durchschnittliche Modekollektion und vor allem für Sie, als Verbraucher ...?

Wir sind alle nur Menschen und haben uns an die Jahreszeiten gewöhnt, mit denen wir aufgewachsen sind. Rund September, Oktober erwarten wir (oder denken zumindest an) einen nassen, kalten, rauen Herbst!

Konkret bedeutet das aber, dass viele Modekollektionen angepasst werden, damit sie unabhängiger von der Saison tragbar sind. Denken Sie z.B. an Pullover und T-Shirts in Herbstfarben, aber in viel leichterer Qualität, damit man sie noch locker tragen kann. Und das Gleiche machen wir dann im Frühjahr, nur umgekehrt, dann entscheiden wir uns für die neuen Farben, aber immer noch in einer etwas schwereren Qualität.

Deshalb hat Plusman auch immer eine große Auswahl an vielseitigen Kleidungsstücken wie Bodywarmer, Fleecejacken und Softshelljacken, in denen Sie bei jedem Wetter gut aussehen können.

Niemand kann die Zukunft vorhersagen und das Wetter macht doch, was es will. Liegt es wirklich an der Erderwärmung oder haben wir derzeit einfach nur eine wärmere Phase?

Glücklicherweise ist mein Fachgebiet die Mode und nicht die Meteorologie.. Was ich aber ganz sicher weiß, ist, dass Plusman auch bei diesem Herbst- und Winterwetter für Sie, unsere treuen Kunden, gerne wieder da ist.

Mit passender aber vor allem auch schöner Kleidung, bei jedem Wetter!

Linda Truijens