Die Entstehung des Poloshirts

Wenn Sie als Kunde einen kurzen Blick auf das heutige Kleidungsangebot für Herren werfen, dann sehen Sie eine Reihe verschiedener Arten von Kleidungsstücken natürlich viel häufiger. Hosen, Oberhemden, Sweatshirts, Pullover, Polohemden und vieles mehr.

Aber woher kommen diese Kleidungsstücke denn eigentlich?

Jede Art von Kleidungsstück ist natürlich irgendwann entstanden oder designt worden und ist zu gegebener Zeit so populär geworden, dass es bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Kleidungsverhalten bei den Herren ist.

Aus diesen Gründen möchte ich in diesem Monat mit Ihnen gerne über das Poloshirt sprechen, denn das ist natürlich ein wesentlicher Bestandteil unserer Plusman-Kollektion. Außerdem ist es auch ein Kleidungsstück, das ein gutes Beispiel dafür ist, welchen enormen Einfluss die Sportbekleidung auf unseren heutigen Kleidungsstil hat.

René Lacoste designte das Poloshirt

Das Poloshirt wurde von René Lacoste, dem französischen Tennischampion in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, designt. Er hat das Poloshirt zunächst für sich selbst designt, weil er die Kleidung, in der er laut Etikette spielen sollte, nicht bequem fand. Tennis war damals ein Sport für die Oberschicht und von den Tennisspielern wurde erwartet, dass sie den Platz in korrekter Kleidung betraten. Das bedeutete damals, weiße Baumwollhemden mit langen Ärmeln. Als René Lacoste damals als Erster in seinem Poloshirt den Platz betrat, löste er damit einen großen Skandal aus. Man fand das Poloshirt viel zu eng und es war außerdem natürlich nicht schick genug.

Aber René Lacoste spielte in seinem „engen“ Poloshirt weiter Tennis und lieferte sie auf Anfrage auch an Freunde und Bekannte aus der Tenniswelt. Als er André Giller, den Besitzer einer Strickerei, traf, haben sie sich gleich zusammengetan und das Poloshirt gemeinsam weiterentwickelt. Im Jahr 1933 war es dann so weit und das erste weiße Poloshirt kam auf dem Markt.                               

Das lächelnde Krokodil auf den Lacoste Poloshirts ist natürlich ikonisch. René Lacoste verlor einmal eine Wette, bei der er einen schönen Krokodil-Lederkoffer hätte gewinnen können. Die Presse griff diese Geschichte auf und so bekam er den Spitznamen „das Krokodil“. Der wurde von seinem Designer als Ausgangspunkt für das heute weltberühmte Logo mit dem lächelnden Krokodil verwendet.          

  René Lacoste

Die Merkmale eines Poloshirts

Ein wichtiges Merkmal der Poloshirts, neben dem Rippkragen und der Knopfleiste, ist natürlich der Piqué-Jersey, aus dem die meisten Poloshirts hergestellt werden. Dies ist ein spezieller Jersey mit einem etwas unregelmäßigen Aussehen und einer offeneren Struktur. Dies hatte für die Tennisspieler den Vorteil, dass es sowohl warme als auch kalte Luft einfacher durchlässt. Damals nannte man dies „Jersey Petit Piqué“. Also ein Feinstrick mit einem kleinen „Stich“, mit dem der offene Charakter des Stoffes gemeint ist.

Von Sportbekleidung zur Freizeitkleidung

Der Name Lacoste ist immer noch das Synonym für ein Poloshirt aus guter Qualität, aber auch Ralph Lauren ist natürlich ein wichtiger Akteur in diesem Markt. Dennoch war das Poloshirt sicher bis in die sechziger Jahre ausschließlich eine Sportbekleidung. Erst danach wurde das Poloshirt auch als Freizeitkleidung getragen. Sie können also nachvollziehen, welche Entwicklung das Poloshirt durchgemacht hat! Von skandalöser und experimenteller Sportbekleidung zur recht kleidsamen Freizeitkleidung.

Also, wer weiß, wenn man sich die nächsten Olympischen Spiele anschaut und dort ein Athlet in einem bahnbrechenden Outfit erscheint, dann laufen Ihre Enkel damit später vielleicht einfach auf der Straße herum, als ob es ganz normal wäre. 

Die Trends bei Poloshirts

Wie bekannt, natürlich das klassische Poloshirt. Inzwischen gibt es natürlich im Bereich der Poloshirts eine ganze Menge auf dem Markt. So gibt es Poloshirts in anderen Qualitäten als Piqué, wie beispielsweise Single-Jersey, das ist der normale T-Shirt-Stoff, wodurch ein lässigerer Effekt entsteht.  Kurz gesagt, Poloshirts gibt es von klassisch bis lässig oder sogar sehr trendy. Derzeit ist auch das Poloshirt mit einem Kragen, wie er an einer Baseball-Jacke verwendet wird, langsam auf dem Vormarsch.

Außerdem ist die Entwicklung der Sportbekleidung auch nicht stehen geblieben. Piqué-Poloshirts gibt es heute auch in einer Vielzahl von fortschrittlichen und technischen Stoffen, die Körperwärme schneller entweichen lassen, schnell trocknend und antibakteriell sind und auch noch einen UV-Filter enthalten, wodurch Sie während des Trainings keinen Sonnenbrand mehr bekommen. Oft sind dies Kombinationen aus Polyester, Elasthan und manchmal auch noch Baumwolle.

Also, wenn Sie für Ihren Urlaub noch ein gutes Poloshirt von Plusman suchen, dann denken Sie nur zum Spaß einmal an den Skandal, den Sie damals damit verursacht hätten.

Viel Spaß beim Einkaufen,

  Patchwork Polohemd

Linda Truijens